Übersicht Webseiten-Techniken

3D CSS Box Model Diagramm von Jon Hicks.

3D CSS Box Model Diagramm von Jon Hicks.

Eine sehr schöne und kompakte Übersicht über Techniken, die auf jeder Webseite zum Einsatz kommen, gibt es auf der Seite isobar.com

Eine ganze Reihe namhafter Autoren hat sich zusammengesetzt, um Herangehensweisen, vorbildliche Beispiele und sinnvolle Arbeitsweisen vorzustellen.

Die Autoren sind

 

 

 

 

Der Artikel ist in englischer Sprache abgefasst.

http://na.isobar.com/standards

Rezension: The CSS3 Anthology: Take Your Sites to New Heights

Das Buch ist leicht verständlich. Technisch sind mir keine größeren Fehler aufgefallen.

Allerdings gibt es doch viele Dinge, deretwegen ich das Buch nicht selber nutzen oder gar für den Unterricht verwenden würde. Dazu gehören Kleinigkeiten, wie die gedankenlose Bemerkung, dass inline-styles die einfachste Methode sind, Formatierungsanweisungen anzuwenden. Das klingt gerade für Anfänger verlockend und scheint daher das Mittel der Wahl. inline-styles gelten aber zu recht als schlechter Stil und sie führen (wie von der Autorin später selber dargelegt) die Vorteile von CSS ad absurdum. Die einzige sinnvolle Anwendung von CSS geschieht in einer zentralen Datei. Wie gesagt, das wird dann später noch dargelegt, aber ich kenne es aus eigener Erfahrung, dass ich, wenn ich mich in ein Thema einarbeite, gerne erst einmal die Methode ausprobiere, die als “am einfachsten” bezeichnet wird. Das führt dann dazu, dass man die Methode die “am besten” ist, später nochmal lernen muss. Unnötiger Aufwand und daher didaktisch unklug solche Sätze zu verwenden. Wie gesagt, das mag kleinlich erscheinen. Aber es zieht sich durch das Buch. So wird behauptet, dass feste Layouts auf einem Desktop-Computer mit großem Bildschirm gut zu nutzen sind. Gerade das von der Autorin verwendete Beispiel mit absoluten Positionen, in Pixeln angegebenen Breiten und relativen Schriftgrößen kann sehr schnell zu Problemen führen, da lange Worte nicht in die vorgegebenen Boxen passen werden, wenn ein Besucher die Schriften im Browser vergrößert. Die Verwendung des Seitenzooms wird zudem dazu führen, dass das Layout schnell aus dem Browserfenster wächst.
Schon die nächste Kapitelüberschrift “How do I create a design that works well on mobile devices” unterstellt, dass ein herkömmliches (nicht responsives) Layout auf mobilen Geräten nicht funktioniert. Tatsächlich ist die Desktop-Version einer ordentlich gemachten Webseite aber mein persönlicher Favorit auf iPhone, iPad und Co. – Diese Geräte bieten mir auf ihren vergleichsweise kleinen Geräten einen schnellen Überblick über die gesamte Website. Ein “Doppeltipp” auf eine Spalte vergrößert diese bildschirmfüllend und alle Elemente sind an den Stellen, an denen ich sie vom großen Computer her gewöhnt bin: Suche oben rechts, Navigation links usw. Der Überblick ist besonders hilfreich auf Webseiten, die sich nicht an solche Konventionen halten.
Herkömmlich gestaltete Seiten sind also durchaus auf mobilen Geräten nutzbar und ich bin nicht der einzige, der diese Darstellung bevorzugt. Deswegen sollte es auf Seiten, die sich auf kleinen Displays automatisch anders verhalten, wenigstens ein Link zur “normalen Version” vorhanden sein. Aber so ein Link wird weder umgesetzt, noch wird auf diese ganze Diskussion überhaupt eingegangen.
Vielmehr wird der von der Autorin bevorzugte Weg hier und an anderer Stelle als beste oder gar einzige Methode dargestellt – was sicher gut gemeint war, kostet hier die Lernenden unter Umständen unnötig Zeit.
So wird responsives Design als die beste Methode genannt, um Bildschirme mit unterschiedlicher Breite zu berücksichtigen. Unterschiedliche Wünsche von Nutzern, wie oben beschrieben werden nicht behandelt.
Außerdem werden einige gerätespezifische Dinge hinzugefügt. Diese sind zwar sinnvoll, aber meiner Meinung nach nicht komplett. Ich vermisse hier Hinweise auf fertige Sets, wie die HTML5boilerplate.com – die Zeiten sind längst vorbei, in denen jeder Entwickler für sich einen Satz von Formaten schreiben musste, die der Harmonisierung von Browserunterschieden dienen. Auch hier wird wieder fahrlässig mit der Zeit der Käufer umgegangen.

Zudem wird mir nicht klar, für wen das Buch sein soll. Für Anfänger ist das Buch aufgrund der einseitigen Sichtweise nicht empfehlenswert. Für Fortgeschrittene sind Beispiele und Erläuterungen zu banal.

Fazit:
Die eigene, subjektive Meinung der Autorin, wird häufig als “die beste” dargestellt. Gerade der Anfänger kann die Vorteile und Nachteile der aufgezeigten Lösungen nicht bewerten und erhält an vielen Stellen auch keine Entscheidungshilfe. Beispiele, wie man es nicht machen sollte (Breitenangaben in Pixeln, absolute Positionierung), führen den Leser in eine falsche Richtung. Formulierungen wie “am einfachsten ist…” verführen dazu schlechtere Lösungen zu bevorzugen.
Außerdem bleibt das Buch oft hinter den Möglichkeiten der aktuellen Browser zurück. Was als Vorteil verkauft wird (funktioniert auch in alten Browsern), betrifft gerade Leute, die erst mit CSS3 beginnen kaum noch. Schon mit dem IE8 ist mehr möglich, als die Autorin zeigt (z. B. einfach umzusetzende Spalten-Layouts mit CSS-Tabellen).
Die Beispiele sind oft veraltet, statt aktueller HTML-Elemente werden divs benutzt, denen dann nicht einmal ein role-Attribut mitgegeben wird. Das ist richtig schlecht. Mit den semantisch korrekten Elementen (nav, article, aside usw) würden auch die für z. B. blinde Nutzer so wichtigen WAI-ARIA-Landmarks mitgeliefert – ohne im Detail erklären zu müssen, was die machen, ohne dass der Anfänger das überhaupt wissen muss (in ein HTML5-Buch würde das natürlich rein gehören).

Hinweis:
Diese Rezension beruht lediglich auf dem Überfliegen der auf Amazon.de bereitgestellten Vorschau. Es ist durchaus möglich, dass andere Kapitel sinnvollere Beispiele, bessere Erläuterungen oder aber auch noch mehr Ungenauigkeiten/Probleme/Fehler enthalten.

 

Wer sich selber ein Bild machen möchte, findet das Buch bei amazon beispielsweise.

Neue Kurse “Webseiten erstellen” (HTML und CSS)

Am 30. Januar geht es mit dem Vorbereitungskurs wieder los. Hier lernen Sie die Grundbegriffe, was Webdesign ist, was Sie sich vor der ersten Webseite überlegen sollten und was Sie dafür außer Ihrer eigenen Kreativität benötigen.

Alle meine Kurse des ersten Halbjahres 2012 bauen aufeinander auf.

Vorkenntnisse sind kaum nötig. Es reicht, wenn Sie sich mit Windows oder einem anderen grafischen Betriebssystem gut auskennen. Wer unsicher ist, kann im Vorbereitungskurs feststellen, ob er über die nötigen Kenntnisse verfügt und diese nötigenfalls festigen.

Einzige Ausnahme: Der Wochenendkurs für Eilige. Hier können Sie vorhandene Kenntnisse auffrischen und auf den neuesten Stand bringen (HTML5 und CSS3).

Da in zwei Tagen ein Großteil der beiden anderen Kurse vermittelt wird, ist das Tempo entsprechend anspruchsvoll. Es gibt aber auch reichlich Lektüre zum mitlesen und nachbereiten.

Wenn Sie neugierig geworden sind, besuchen Sie doch mal die Übersicht meiner Kurse bei der Volkshochschule Bonn.

bittersmann.de

Allen Webentwicklern mit Lernpotential und -interesse sei ein Blick auf die Seite von Gunnar Bittersmann ans Herz gelegt. Eine hilfreiche Alternative für Floats, (zum Beispiel um Bildergalerien zu realisieren) löst ein lästiges Problem, wenn man es mit unterschiedlich hohen Elementen zu tun hat (in der Bildergalerie zum Beispiel Grafiken mit unterschiedlich langen Bildunterschriften). Wer also an gut erklärten Lösungen interessiert ist, schaut sich das mal an. Und alle die bereits alles zu wissen behaupten: seht es Euch trotzdem mal an, Ihr müsst es ja niemandem verraten. :-)

Wie man Stile des Betriebssystems im CSS verwenden kann

War mir neu (habe ich eigentlich auch nie nach gesucht – aber vielleicht möchte es ja der eine oder andere nutzen).

Man kann mit CSS auf die Schriften, Farben usw. zurückgreifen, die der Besucher einer Webseite bei sich im Betriebssystem verwendet. – Ist mit CSS3 wohl rausgeflogen, funktioniert aber (noch – meistens jedenfalls).

Hier der Artikel auf Sitepoint (engl.):

How to Use Operating System Styles in CSS

“CSS – Cascading Style Sheets Level 3″
Neues Lehrbuch für CSS3

Das CSS-Lehrbuch des Herdt-Verlages habe ich vollständig überarbeitet und in weiten Teilen komplett neu geschrieben. Dazu wurde es um viele CSS3-Möglichkeiten erweitert. Es erscheint am 30.08.2011 unter dem treffenden Titel “CSS – Cascading Style Sheets Level 3″.

Im Einzelnen lernen Sie:

  • Formatvorlagen erstellen und verwenden
  • Elemente sicher und gezielt ansprechen
  • Schriften gekonnt einsetzen und Texte gestalten
  • Farben und Hintergründe anpassen
  • Freiräume und Rahmen verwenden
  • Datentabellen und Formulare attraktiv präsentieren
  • Webseiten vollständig mittels CSS gestalten
  • Inhalte für den Ausdruck aufbereiten

Ein paar Highlights:

  • Die neuen Möglichkeiten der aktuellen Browser
  • Zahlreiche neue Selektoren zur detaillierten und effektiven Elementauswahl
  • Beliebige Schriften für Webseiten
  • Texte und Boxen mit Schatten
  • Mehrere Hintergründe in einem einzigen Element und frei definierbare Größen für Hintergrundbilder
  • Rahmen mit eigenen Bildern oder abgerundeten Ecken

Die Änderungen zum Vorgänger umfassen unter anderem:

  • CSS Level 3
  • Komplett überarbeitet und verbessert, zahlreiche neue Abbildungen und Beispiele
  • Alle Beispiele in aktuellem HTML5 und CSS3
  • Layout-Beispiele, die in allen Browsern funktionieren
  • Zahlreiche Angaben zur Browserunterstützung
  • Aufwändig gestaltetes Beispielformular, das auf Benutzereingaben reagiert

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Schulungsunterlage, die speziell für den Einsatz im Unterricht entwickelt wurde. Aber auch Autodidakten werden durch den systematischen Aufbau verständlich in die Grundlagen von CSS3 eingeführt. Die Kapitel sind weitgehend eigenständig, so dass das Buch nicht zwingend von vorne nach hinten durchgearbeitet werden muss.