Telekom-Lügen

Weil es nun schon mehrfach vorgekommen ist, möchte ich ein paar Beispiele für die Beratung an diversen Hotlines der Telekom und T-Mobile nennen, damit Leser dieser Seite vor diesen Machenschaften gewarnt sind. Natürlich sind meine Erfahrungen nicht repräsantativ, aber vielleicht finden sich ja ähnliche Erfahrungsberichte in anderen Blogs und Foren, so dass eine Google-Recherche Anhaltspunkte dafür gibt, ob es sich bei meinen Erfahrungen um bedauerliche Einzelfälle handelt.

  1. DSL-Geschwindigkeit

    1&1 ist auch nur eine Telekommunikationsfirma, heißt der Service ist dort genauso kundenunfreundlich, wie bei allen anderen. Dort hatte ich einen  Vertrag, der mir das Surfen mit bis zu 6000 kBit ermöglichen sollte. Da ich auch zu Zeiten, die nicht gerade Stoßzeiten sind, nie über 3.500 kBit kam, habe ich die Mitarbeiter an der 1&1-Hotline um eine Erklärung gebeten. Bei allen Anrufen wurde behauptet, dass es an der Telekom liegt, ich mich aber in einem Ausbau-Gebiet befände und ganz bald könne ich schneller surfen. Da sich über Monate nichts tat, rief ich bei der Telekom an. Die versprachen mir, wenn ich T-DSL 16.000 abschließe, könne ich auch mit 16.000 kBit surfen und kein bißchen langsamer. Das wurde mir „garantiert“.
    Trotz aller Skepsis habe ich gewechselt und bin auch zufrieden mit der neuen Geschwindigkeit – auch wenn die garantierten 16. kBit nicht ein einziges Mal erreicht wurden (an guten Tagen habe ich etwa 14.500 kBit, also immerhin 90% der „garantierten“ Geschwindigkeit).
    Schriftlich hat es so eine Garantie natürlich nie gegeben.
    Vielleicht sollte ich der Telekom zukünftig bis zu 49,95 EUR monatlich überweisen – allerdings sage ich das dann nur fernmündlich zu – das verpflichtet mich dann zu nichts.
    Übrigens habe ich in letzter Zeit schlechtere Qualität beim Entertain-Angebot (IPTV), was ein Hinweis auf deutlich stärkere Geschwindigkeitseinbrüche als bisher sein könnte. Werde das mal verfolgen und gegebenfalls von meinen Telfonaten mit der Telekom-Hotline hier berichten.

  2. Rechnungshöhe und Upgrade-Angebot

    Vor ein paar Tagen rief mich T-Mobile an und behauptete ich hätte mich wohl für den falschen Tarif entschieden, da mein durchschnittlicher Rechnungsbetrag 73,- EUR beträgt (Complete 120, mit dem ich regelmäßig 120 Minuten/je Monat in alle Netze telefonieren kann und außerdem kostenlos am Wochenende).
    Da ich meine Rechnungen an meine t-online-Email-Adresse geschickt bekomme (und zwar nur die Rechnungen), rufe ich diese Mails nur sehr selten ab. Sollte ich da wirklich etwas verpasst haben? Ich habe doch eine App, die mir den Verbrauch meiner inklusive-Minuten anzeigt!
    Aber wenn die App nicht zuverlässig funktioniert? Ich sagte der Dame, dass ich mir meine Rechnungen mal ansehen werde und dann ggfs. den Tarif selber wechseln werde. Denn sie wollte mir den Complete 240 für 69,- EUR monatlich verkaufen, mit dem ich dann durchschnittlich 4 EUR sparen würde. Allerdings könne ich nicht online zu den Bedingungen wechseln, wie im Rahmen der laufenden Werbeaktion. Wenn ich jetzt gleich am Telefon zusage, spare ich mir 50,- EUR Wechsel-Gebühr und meine bisherige Vertragslaufzeit würde angerechnet – würde ich über einen anderen Weg den Tarif wechseln (T-Punkt, online o. ä.) müsste ich vom Tag des Wechsels wieder zwei Jahre lang bei T-Mobile bleiben.
    50 EUR und keine Verlängerung der Zwangsbindung? Hörte sich gut an, aber ich wollte mich nicht nötigen lassen, direkt am Telefon zuzusagen, ohne eine Gelgenheit zu haben, selber mal einen Blick auf meine Rechnungen zu werfen. Daher bat ich um einen Rückruf am Nachmittag, den mir die „Beraterin“ auch freundlich zusagte.
    Ein Blick in mein t-online-Postfach zeigte, dass ich lediglich einmal in sechs Monaten mein Budget nennenswert überzogen hatte – um etwa 14 EUR, das heißt die Rechnung betrug 63,- EUR. Nicht einmal kam ich auf die angeblich durchschnittliich verbauchten 73,- EUR.
    Offenbar war der „Kunden-Beraterin“ das auch klar, denn einen Rückruf habe ich nie erhalten (was bei der Telekom sonst zuverlässig klappt). Von daher war es ihr offenbar bewusst, dass sie mich belogen hatte.
    Also passt auf, wenn man Euch solche Angebote macht!
    Die oben genannte App „Mein Budget“ benutze ich weiterhin – sie liefert etwa tagesaktuelle zuverlässige Zahlen!

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