Nachrichten, Fakten und Anekdoten aus der Ukraine

Neues Projekt ukraine.mhis.de gestartet

Unter einer vorläufigen Domain habe ich das Projekt ukraine.mhis.de gestartet. Jeder der etwas dazu beitragen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Zunächst einmal gilt es Material zu sammeln. Dann bekommt die Seite auch eine hübsche Adresse.

Wer sich – aus welchem Grund auch immer – berufen fühlt, Informationen über die Ukraine bereit zu stellen – die von allgemeinem Interesse sind – ist dazu herzlich eingeladen.

Gerne bin ich auch bereit Artikel Korrektur zu lesen und beim Verfassen oder Übersetzen ins Deutsche behilflich zu sein. Vom Russischen, Ukrainischen oder Englischen. Allerdings behalte ich mir das Recht vor zu lektorieren oder Artikel abzulehnen.

Für eine noch freiere Meinungsäußerung, ist ein Forum geplant. Dort werden nur Beiträge entfernt, die rechtlich problematisch sind.

Ich freue mich über jeden Mitstreiter!

Web 2.0

Grobes schwarz-weiß-Bild

QR-Code Porträt von Marc Haunschild

Ein nicht mehr frischer Speicherfund (allerdings ist mit “Speicher” nicht der Raum unterm Dach gemeint, sondern Bits und Bytes auf elektronischen Medien, die meist ebenso nutzlos sind und die auch niemand wirklich gerne aufräumen will – so bitte ich im Voraus um Verzeihung, wenn der eine oder andere Link nicht mehr funktioniert…):

Web 2.0

Oder die Verwandlung eines Informationsmediums zum Jahrmarkt der Eitelkeiten

Eine kritische Betrachtung des liebgewonnenen globalen Dorfes

Der Hype kommt nun doch. Langsamer als gedacht und mit 10 Jahren Verspätung haben sich aus einigen der ehemaligen Startups solide Schwergewichte in den internationalen Börsen entwickelt. In deren Schlepptau entstehen neue Dienste und Anwendungen. So bietet der Verkaufsgigant Amazon verteilte Datenserver zur weltweit schnellen Auslieferung großer Datenmengen an. Für Akamai ist dies sogar das Kerngeschäft – so entstand von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet eine Firma, die über einen Datenpool verfügt, den Google sich kaum jemals zusammen sammeln kann.

Überhaupt Google und Yahoo! – lange Zeit schien es, als wüsste man gar nicht so recht, wie aus vielen der neuen Dienste Geld zu machen sei. Nach dem Platzen der New Economy Blase wurde aus unbegründetem Optimismus vielerorts unbegründeter Pessimismus.

Dabei hat es sich gezeigt, dass sich aus Suchergebnissen, die man mit unauffälliger Werbung unterfüttert, Milliarden generieren lassen – obwohl: die Bankenkrise zeigt uns ja gerade, dass sich Geld doch nicht generieren lässt, auch wenn es manchmal ganz danach aussehen mag. Jedenfalls: Der Online-Werbemarkt lebt – in Form von AdWords und Co ebenso wie in der Gestalt von Kleinanzeigen und einer modernen Form der Mund-zu-Mund-Propaganda: Bewertungen von Kunden für Kunden allerorten.

Im Web 2.0 kommt der Nutzer zu Wort. Leider ist der Nutzer nicht eine einzige Person, sondern der Nutzer ist der Mensch an sich – millionenfach, ja milliardenfach mischt er sich ein. Manchen die vom Segen des Web 2.0 reden und wie beispielsweise Vitaly Friedmann einen Qualitätssprung daran festmachen wollen, empfehle ich die Lektüre des heise-Forums. Vorzugsweise Freitag nachmittags und am Wochenende. Besonders empfehlenswert sind die Beiträge von Computerprofi, IT-Fachmann und Meisterprogrammierer.

Aber dennoch: Vitaly Friedmann ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit und er hat das lesenswerte „Praxisbuch Web 2.0“ verfasst, das – wie sollte es auch anders sein – bei Amazon Deutschland zu kaufen ist. Und das Web braucht Menschen wie ihn, die mit Hoffnung und Optimismus an die Zukunft des Internet und seine Möglichkeiten glauben und die Perlen aus dem Internet heraussuchen, aus diesem Netz, das heutzutage mehr Müll als Schätze bereithält.

Aber das Web wächst und wächst und auch die Schätze werden mehr. Sie sind nur schwerer zu finden, weil sie in diesem riesigen Müllberg verborgen sind. Auf Youtube, Flickr und Co – wo jeder das Ergebnis seiner Selbst-Verwirklichung darstellen kann (früher musste man hierfür Töpferkurse besuchen und ausstellen oder unter dem Einfluss von bewusstseinsverändernden Drogen vor Publikum musizieren) – inzwischen kann jeder Grundschüler seinen Wulst (nach Liebermannscher Definition, das was einer will, im Gegensatz zu dem was einer kann) zur Verfügung stellen – was nicht heißt, dass die Beiträge von Gymnasialschülerinnen hochwertiger sein müssen. Wer es sich antun möchte, der mag hinter dem folgenden Link ein willkürlich ausgesuchtes, aber recht typisches Beispiel für deutsche Netzkultur nachvollziehen, wo sich R_Mayfair (IT-Fachfrau, mit unnützem Abitur auf der Suche nach einem besser bezahlten Job, in dem sie weniger arbeiten muss) über zwei Baptistinnen ihrer ehemaligen Schule auslässt. Dass man solche Beiträge zum frei verfügbaren Wissen der Menschheit auch noch kommentieren kann, macht die Sache nicht besser. Soviel zur Intelligenz der Massen,

Das hat uns das Mitmach-Internet wirklich gebracht. Dennoch nehmen auch die wertvollen Beiträge zu, sei es wissenschaftlicher Art (z. B. Im Rahmen der Open Access-Initiative) oder literarischer Art (z. B. Das Projekt Gutenberg).

Aber das ist nicht Web 2.0, sondern klassisches Web der ersten Stunde. Inhalte werden eingestellt und zum Download angeboten.

Web 2.0: das sind die Blogs und Chats und Foren und Video-Portale und Online-Games und all die anderen Jahrmarktbuden, an denen jeder unreflektiert seine durchdachten oder undurchdachten Meinungen in die weite Welt hinausschleudern darf.

Von Demokratisierung ist hier oft wohlwollend die Rede. Tja, das sind wohl größtenteils Wähler, die dort bloggen und simsen und twittern und voten und flickrn und chatten und videotuben und uns auf diese Weise an ihrer Einmaligkeit teilhaben lassen, auf dass jeder nachvollziehe: vor Gott mögen wir alle gleich sein, im Internet sind wir es deswegen noch lange nicht. Obwohl in Second Life sind wir dann doch zumindest meistens schlank und groß und ebenmäßig. Doch auch hier hört das Schwallen und Labern nicht auf, heute wird nicht nur 24 Stunden täglich empfangen, sondern ebensolang gesendet.

Das Web 2.0 ist eigentlich TV 2.0 – das Internet ist zum Mitmachfernsehn geworden, das uns die Intendanten der großen Sender seit dem ersten TED versprochen hatten. Im Web ist jeder Programmdirektor, Meinungsmacher, Werbefachmann, Computerprofi, Frauenarzt, Astronaut, Feuerwehrmann oder was er auch sonst schon immer hatte werden wollen und nun nicht mehr werden muss, weil er vorgeben kann, es bereits zu sein – wenn er will auch alles auf einmal – wer soll (und will) ihm denn das Gegenteil beweisen.

So kann man mit dem Netz der Netze Menschen fischen, wie dies Petrus tat. Nun ist man selbst der Köder: zauberisch schön und verführerisch blinkend, ganz wie man es möchte. Nur entpuppen sich viele Fische ebenfalls als aufgeblasene Köder und selbst in unseren modernen Zeiten behalten die alten Wahrheiten ihren Wert: es ist nicht alles Gold, was glänzt.

9 Beispiele für den Einsatz von CSS3 – XHTML / CSS

CSS3-BeispieleZwar nicht mehr ganz frisch, aber trotzdem eine nette Sammlung von CSS3-Beispielen. Das Gute an nicht mehr frischen Beispielen: inzwischen funktionieren sie in den meisten Browsern.
Wichtig trotzdem: selber testen, ob die zu unterstützenden Browser tun, was sie sollen!

9 Beispiele für den Einsatz von CSS3 – XHTML / CSS

Mit CSS3 sollte sich jeder Webdesigner ernsthaft auseinandersetzen, da die Möglichkeiten von CSS3 oft verblüffend sind….

9 Beispiele für den Einsatz von CSS3 | onlinecasinodemar.com

Übersicht Webseiten-Techniken

3D CSS Box Model Diagramm von Jon Hicks.

3D CSS Box Model Diagramm von Jon Hicks.

Eine sehr schöne und kompakte Übersicht über Techniken, die auf jeder Webseite zum Einsatz kommen, gibt es auf der Seite isobar.com

Eine ganze Reihe namhafter Autoren hat sich zusammengesetzt, um Herangehensweisen, vorbildliche Beispiele und sinnvolle Arbeitsweisen vorzustellen.

Die Autoren sind

 

 

 

 

Der Artikel ist in englischer Sprache abgefasst.

http://na.isobar.com/standards

Rezension: The CSS3 Anthology: Take Your Sites to New Heights

Das Buch ist leicht verständlich. Technisch sind mir keine größeren Fehler aufgefallen.

Allerdings gibt es doch viele Dinge, deretwegen ich das Buch nicht selber nutzen oder gar für den Unterricht verwenden würde. Dazu gehören Kleinigkeiten, wie die gedankenlose Bemerkung, dass inline-styles die einfachste Methode sind, Formatierungsanweisungen anzuwenden. Das klingt gerade für Anfänger verlockend und scheint daher das Mittel der Wahl. inline-styles gelten aber zu recht als schlechter Stil und sie führen (wie von der Autorin später selber dargelegt) die Vorteile von CSS ad absurdum. Die einzige sinnvolle Anwendung von CSS geschieht in einer zentralen Datei. Wie gesagt, das wird dann später noch dargelegt, aber ich kenne es aus eigener Erfahrung, dass ich, wenn ich mich in ein Thema einarbeite, gerne erst einmal die Methode ausprobiere, die als “am einfachsten” bezeichnet wird. Das führt dann dazu, dass man die Methode die “am besten” ist, später nochmal lernen muss. Unnötiger Aufwand und daher didaktisch unklug solche Sätze zu verwenden. Wie gesagt, das mag kleinlich erscheinen. Aber es zieht sich durch das Buch. So wird behauptet, dass feste Layouts auf einem Desktop-Computer mit großem Bildschirm gut zu nutzen sind. Gerade das von der Autorin verwendete Beispiel mit absoluten Positionen, in Pixeln angegebenen Breiten und relativen Schriftgrößen kann sehr schnell zu Problemen führen, da lange Worte nicht in die vorgegebenen Boxen passen werden, wenn ein Besucher die Schriften im Browser vergrößert. Die Verwendung des Seitenzooms wird zudem dazu führen, dass das Layout schnell aus dem Browserfenster wächst.
Schon die nächste Kapitelüberschrift “How do I create a design that works well on mobile devices” unterstellt, dass ein herkömmliches (nicht responsives) Layout auf mobilen Geräten nicht funktioniert. Tatsächlich ist die Desktop-Version einer ordentlich gemachten Webseite aber mein persönlicher Favorit auf iPhone, iPad und Co. – Diese Geräte bieten mir auf ihren vergleichsweise kleinen Geräten einen schnellen Überblick über die gesamte Website. Ein “Doppeltipp” auf eine Spalte vergrößert diese bildschirmfüllend und alle Elemente sind an den Stellen, an denen ich sie vom großen Computer her gewöhnt bin: Suche oben rechts, Navigation links usw. Der Überblick ist besonders hilfreich auf Webseiten, die sich nicht an solche Konventionen halten.
Herkömmlich gestaltete Seiten sind also durchaus auf mobilen Geräten nutzbar und ich bin nicht der einzige, der diese Darstellung bevorzugt. Deswegen sollte es auf Seiten, die sich auf kleinen Displays automatisch anders verhalten, wenigstens ein Link zur “normalen Version” vorhanden sein. Aber so ein Link wird weder umgesetzt, noch wird auf diese ganze Diskussion überhaupt eingegangen.
Vielmehr wird der von der Autorin bevorzugte Weg hier und an anderer Stelle als beste oder gar einzige Methode dargestellt – was sicher gut gemeint war, kostet hier die Lernenden unter Umständen unnötig Zeit.
So wird responsives Design als die beste Methode genannt, um Bildschirme mit unterschiedlicher Breite zu berücksichtigen. Unterschiedliche Wünsche von Nutzern, wie oben beschrieben werden nicht behandelt.
Außerdem werden einige gerätespezifische Dinge hinzugefügt. Diese sind zwar sinnvoll, aber meiner Meinung nach nicht komplett. Ich vermisse hier Hinweise auf fertige Sets, wie die HTML5boilerplate.com – die Zeiten sind längst vorbei, in denen jeder Entwickler für sich einen Satz von Formaten schreiben musste, die der Harmonisierung von Browserunterschieden dienen. Auch hier wird wieder fahrlässig mit der Zeit der Käufer umgegangen.

Zudem wird mir nicht klar, für wen das Buch sein soll. Für Anfänger ist das Buch aufgrund der einseitigen Sichtweise nicht empfehlenswert. Für Fortgeschrittene sind Beispiele und Erläuterungen zu banal.

Fazit:
Die eigene, subjektive Meinung der Autorin, wird häufig als “die beste” dargestellt. Gerade der Anfänger kann die Vorteile und Nachteile der aufgezeigten Lösungen nicht bewerten und erhält an vielen Stellen auch keine Entscheidungshilfe. Beispiele, wie man es nicht machen sollte (Breitenangaben in Pixeln, absolute Positionierung), führen den Leser in eine falsche Richtung. Formulierungen wie “am einfachsten ist…” verführen dazu schlechtere Lösungen zu bevorzugen.
Außerdem bleibt das Buch oft hinter den Möglichkeiten der aktuellen Browser zurück. Was als Vorteil verkauft wird (funktioniert auch in alten Browsern), betrifft gerade Leute, die erst mit CSS3 beginnen kaum noch. Schon mit dem IE8 ist mehr möglich, als die Autorin zeigt (z. B. einfach umzusetzende Spalten-Layouts mit CSS-Tabellen).
Die Beispiele sind oft veraltet, statt aktueller HTML-Elemente werden divs benutzt, denen dann nicht einmal ein role-Attribut mitgegeben wird. Das ist richtig schlecht. Mit den semantisch korrekten Elementen (nav, article, aside usw) würden auch die für z. B. blinde Nutzer so wichtigen WAI-ARIA-Landmarks mitgeliefert – ohne im Detail erklären zu müssen, was die machen, ohne dass der Anfänger das überhaupt wissen muss (in ein HTML5-Buch würde das natürlich rein gehören).

Hinweis:
Diese Rezension beruht lediglich auf dem Überfliegen der auf Amazon.de bereitgestellten Vorschau. Es ist durchaus möglich, dass andere Kapitel sinnvollere Beispiele, bessere Erläuterungen oder aber auch noch mehr Ungenauigkeiten/Probleme/Fehler enthalten.

 

Wer sich selber ein Bild machen möchte, findet das Buch bei amazon beispielsweise.

Firefox in Version 11 mit 3D-Ansicht

FF kann in der jetzt aktuellen Version 11 die Elemente von Webseiten in einer 3D-Ansicht so visualisieren, dass auf einen Blick klar wird, wie diese Elemente ineinander verschachtelt sind.

Das soll Entwicklern die Analyse einer Seite einfacher machen. Etwas ähnliches in einer simpleren Darstellung bietet die Web Developer Toolbar unter “Information” als topografische Information.

Einfach mal ausprobieren!

Wie man die Funktion aufruft, (Button im “Element untersuchen”-Bereich) zeigt das folgende Video von Vladimir Simovic.

Wie findet Ihr diese Funktion? Ist das eine echte Hilfe oder ein sinnloses Gimmick? Was bevorzugt ihr! Das neue FF-Feature oder die Web Developer- Topographie?

An open letter to all responsive designers out there

How responsive design frequently goes wrong

At smashing magazine there is an article called “Is there ever a justification for responsive text?

So there are some people thinking about taking away content from users of small devices. In the comments some people really discuss about leaving out texts for users of mobile devices! What the heck!?!

Will people who own “just” an tablet soon get a different web – with less content? A censored web?

Responsive design already very often means: Content removed.

And responsive design sometimes means a reduction of features. What is this good for?

I hate seeing crippled sites on my mobile device – even more: I have serious problems with responsive design, when it is not explicitly triggered by the user. As a user I want to find all functions and texts at the places I know from my desktop experience! Smartphones have easy-to-use zooming functions. It’s a piece of cake to read any part of a page designed for an ordinary screen, as long as I am able to find all parts of the site, where I am used to find them. So please leave the search form on the top right, don’t hide the nav at the bottom of an endless column of articles (which I for sure do not want to read completely!) – Why do I have to scroll for hours, when I want to leave a page?

Because someone said – and unfortunately wrote it in some well visited blog – that this is good user experience? To hell with that guy!

Good user experience is, when I get everything, I want – even on a small screen!

There is one more thing: a lot of devices can read the texts to the user. Why somebody who uses a screen reader on a device with a really small screen (let’s talk about screen resolution of 1 by 1 pixel!)  should not be able to listen the whole text?
Again, and again and again, I want to ask all this strange responsitivity lovers: How you can know my needs and how you dare to decide what content I want to get – and what not.

So what do I suggest? Moderately change the layout, when you are running out of space. Use em instead of pixel to decide, when space is getting a problem. Give everybody the option to choose a linearized version of the content, shorten the texts to teasers for the people who decided to get a compact version of your site, with the possibility to chose, which texts they want to read completely (read more links) and a way back to the normal version any time.

Was ist das Wichtigste, wenn man eine barrierefreie Website erstellen will?

Immer wieder mal werde ich gefragt: Was ist am wichtigsten bei der Umsetzung einer barrierefreien Webseite?

Beim Versuch das zu beantworten, drängen sich Fragen auf wie diese: Sind die Anforderungen für Blinde weniger wichtig, weil die Gruppe zahlenmäßig geringer ist, als die Gruppe der Fehlsichtigen? Oder sind diese höher einzuschätzen, weil ein Blinder eine Seite u. U. komplett nicht bedienen kann, wenn seine Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden?

Die verschiedenen Anforderungen an Barrierefreiheit, wie sie in der Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung (BITV) festgehalten sind, versuchen allen (und das heißt letztendlich nicht nur behinderten Menschen) Informationen (leichter) zugänglich machen. Ausdrücklich werden immer wieder situative Einschränkungen genannt (laute Werkshallen, blendendes Licht usw).

Hintergrund ist natürlich die bereitgestellten Inhalte und Funktionen möglichst vielen Menschen (im Idealfall allen) zugänglich zu machen.

Für den Geltungsbereich der BITV gilt letztendlich: die BITV ist in Ihrer Gesamtheit einzuhalten: aus rechtlichen Gründen, aber auch aus sozialen, moralischen, menschlichen. Und letztendlich dient es dem Betreiber einer Webseite, wenn mehr Menschen auf die Inhalte zugreifen können – wer will nicht gerne mehr Besucher?

Dennoch gibt es eine Gewichtung im BITV-Test des Projektes Barrierefrei Informieren und Kommunizieren (BIK). Die international gültige WCAG 2.0 (Web Content Accessibility Guideline), also die fast wörtliche Vorlage für die BITV kennt solch eine Gewichtung nicht, da wird jeder Prüfpunkt (Success Criterion) entweder als Pass oder Fail eingestuft, anderes gibt es nicht.

Der BITV-Test des Projektes BIK, der hier in Deutschland konkurrenzlos ist und auch von uns verwendet wird, ist sehr gut dokumentiert. Unter den Links am Ende des Artikels können Sie sich die einzelnen Prüfpunkte ansehen. Jeder einzelne ist genau dokumentiert und bei jedem ist vermerkt, wie viele Punkte abgezogen werden können.

Bei einigen Prüfschritten ist sogar eine Abwertung des gesamten Ergebnisses zu “schlecht zugänglich” möglich, wenn zum Beispiel die Bedienung des Menüs für eine ganze Gruppe wie Blinde nicht möglich und damit der Zugang zu allen Seiten des Angebotes unmöglich ist.

Aber noch einmal; diese Gewichtung ist umstritten und immer wieder ein Grund für Diskussionen und auch für Kritik am BITV-Test, die auf eine Harmonisierung mit internationalem Recht hinzuwirken versucht.

Um Barrierefreiheit aber ein wenig griffiger auf den Punkt zu bringen, möchte ich auf die Einteilung der Prüfschritte verweisen, die in folgenden Gruppen zusammengefasst werden:

1.1 Für jeden Nicht-Text-Inhalt sind Alternativen in Textform bereitzustellen, die an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer angepasst werden können.
1.2 Für zeitgesteuerte Medien sind Alternativen bereitzustellen.
1.3 Inhalte sind so zu gestalten, dass sie ohne Informations- oder Strukturverlust in unterschiedlicher Weise präsentiert werden können.
1.4 Nutzerinnen und Nutzern ist die Wahrnehmung des Inhalts und die Unterscheidung zwischen Vorder- und Hintergrund so weit wie möglich zu erleichtern.
2.1 Für die gesamte Funktionalität ist Zugänglichkeit über die Tastatur sicherzustellen.
2.2 Den Nutzerinnen und Nutzern ist ausreichend Zeit zu geben, um Inhalte zu lesen und zu verwenden.
2.3 Inhalte sind so zu gestalten, dass keine epileptischen Anfälle ausgelöst werden.
2.4 Der Nutzerin oder dem Nutzer sind Orientierungs- und Navigationshilfen sowie Hilfen zum Auffinden von Inhalten zur Verfügung zu stellen.
3.1 Texte sind lesbar und verständlich zu gestalten.
3.2 Webseiten sind so zu gestalten, dass Aufbau und Benutzung vorhersehbar sind.
3.3 Zur Fehlervermeidung und -korrektur sind unterstützende Funktionen für die Eingabe bereitzustellen.
4.1 Die Kompatibilität mit Benutzeragenten, einschließlich assistiver Technologien, ist sicherzustellen.

Noch eine kürzere Liste erhält man, wenn man sich darauf beschränkt, mögliche Behinderungen zusammenzufassen. Diese sind zu unterscheiden in

  • kognitive
  • visuelle
  • akustische
  • motorische Einschränkungen

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass bestimmte Inhalte gefährlich sein können (blinkende Inhalte können Epilepsie, andere Depressionen, Angstzustände o. ä. hervorrufen, was aber nicht weiter abgeprüft wird).

Weiterführende Links

[1] Hier die 50 Prüfschritte des BITV-Testes:
http://www.bitvtest.de/bitvtest/das_testverfahren_im_detail/pruefschritte.html

[2]Mögliche Abwertung:
http://www.bitvtest.de/bitvtest/das_testverfahren_im_detail/verfahren.html#6-5

[3]Gewichtung der Prüfschritte (kommt einer Antwort auf Ihre Frage am nächsten):
http://www.bitvtest.de/bitvtest/das_testverfahren_im_detail/verfahren.html#7-2

Geben Sie Ihren Kommentar ab und  sagen Sie mir: was ist am wichtigsten?

Accssibility for beginners

w3c Logotype

Das W3C entwickelt Standards zum Beispiel für HTMl, CSS und Barrierefreiheit (WCAG)

How can I make my site accessible for everybody?

Simple question, simple answer. There are four categories of problems, people might have using a website

  • vision
  • hearing
  • movement
  • cognition

can be less than average or (partially) non-existent (like the ability to see colors or to see with just one eye).

Some things, which can be a challenge in real life, do not influence the usage of a website a lot: like sitting in a wheel chair.

So first of all just try to understand what kind of needs have people with disabilities. For example completelz blind people. Can they use your site? How? It is quite easy to support blind people: they use screen readers, programs that read the texts of your pages out loud. You have to provide ALL the content as text (also what is on your pictures). Now disable your css and look at your pages: everything should be linearly ordered in just one dimension: from top to bottom. Make sure, that the content is provided in the correct order: does it still make sense? Or do you use phrases like:  on the left you see… – which is nonsense now, because there is no left or right. When you use phrases like “as I said before” is this what you are referring to before or after this sentence?  ;-)

Try this with other disabilities. What is a problem for people that cannot move very good: if they cannot put their arms way up in the air, it’s probably no problem to use a mouse and keyboard, but if they have a tremor, it’s very difficult for them to click on tiny buttons and icons.

With this approach you can find out a lot about your own site. If you like experiments: Just try to use your page with your feet instead of hands, wear glasses for watching 3d-movies (these with green and red “glass”)

And further just use your imagination.

One thing which is difficult to understand: People, who never were able to hear, normally do not speak even the language of their own country. They use gestures for communication. So they cannot read your texts – at least only with big difficulties. So try to keep your sentences short, remain essentially, just write, like everybody should write anyway: there are a lot of descriptions/tutorials out there in the web, explaining how to write texts.

You will see – all of these improvements will help everybody to use your site: accessibility is usability for everybody.
My favorite example from real life: an elevator, that was build to make a station accessible for people in a wheelchair is a great thing for pregnant women with hands full of shopping bags, young people exhausted after a hard training or long night, for old people, who are still able to use ordinary stairs, but with great toil.

Accessibility is good for ever single user of your page. And for you! 1 billion people have disabilities (German, including link to an English article). That is a quite big market!

Of course this is just the first step – later you should read the texts out there in the web or here at haunschild.de. There are quite a lot of details to learn about how screen readers work or what contrast ratio you should use for text and background. Not everything can be done by trying to be somebody else, but it is a good first step.

Of course nobody should stop walking after making a single step. There is still quite a lot to discover out there! ;-)

Die 5 wertvollsten Stellen, um Schlüsselworte für Suchmaschinen unterzubringen

Wenn Sie mehr Traffic durch Suchmaschinen auf Ihre Webseite leiten wollen, sollten Sie einiges bei der Platzierung von Schlüsselworten auf Ihrer Homepage beachten. Aber wo sollten diese Schlüsselworte untergebracht werden? Auf Sitepoint gibt es die (englische) Antwort:

Die 5 wertvollsten Stellen, um Schlüsselworte für Suchmaschinen unterzubringen:

The 5 Most Valuable Places for Keywords on Your Website