Archiv der Kategorie: Literatur

Das Web barrierefrei gestalten – Leitfaden für Entwickler

Mein Buch „Das Web barrierefrei gestalten – Leitfaden für Entwickler“ ist in der Trainer-Edition des „Herdt Verlag für Bildungsmedien“ erschienen.

Ziel war einen möglichst kompakten Einstieg für Entwickler in das Thema anzubieten. Obwohl das Buch und die mitgelieferten Beispiele auch Code enthalten, dienen diese in der Regel nur der Verdeutlichung der Prinzipien von barrierefreien Webseiten.

Mehr Besucher, bessere Webseiten, glückliche Nutzer – alle gewinnen!

Cover (Titelseite)
Das Web barrierefrei gestalten – Leitfaden für Entwickler (HERDT Verlag für Bildungsmedien – Trainer Edition 2017)

So wird beispielsweise gezeigt, wie Menschen mit Behinderungen und Entwickler von der bestimmungsgemäßen Verwendung von HTML profitieren. Barrierefreiheit ist nicht kompliziert, man muss nur wissen, wie es geht!

An zahlreichen Beispielen wird erläutert, warum sich Barrierefreiheit für Agenturen, deren Kunden und die Nutzer im Web lohnt – einschließlich nicht behinderter Anwender.

Statt langatmiger Erläuterungen bietet das kompakte Werk zahlreiche Verweise ins Web, so dass Entwickler Ihr Wissen gezielt zu bestimmten Themen vertiefen können. Auf Vorträge, Code-Beispiele und Tutorials von Heydon Pickering, Lea Verou, Leonie Watson, Kerstin Probiesch, Jan Eric Hellbusch und vielen anderen wird verwiesen und so ist dieser Leitfaden auch ein Wegweiser zu den Perlen der Zugänglichkeits-Experten im Netz.

Auf der Website des Verlages stehen das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe bereit.

Ich würde mich freuen über Rückmeldung in Form von Verbesserungsvorschlägen, Kritik und Lob.

Zur Buchbeschreibung und Bestellung

DIN-A4 großes Cover mit blau-rotem Farbverlauf

Homepage erstellen mit HTML5

Die eigene Homepage ist immer noch der beste Platz für eine verlässliche Selbstdarstellung. Was für Netzwerke und Medien auch kommen und gehen, haunschild.de gibt es bereits seit knapp 20 Jahren!

Nur über die eigene Homepage können Sie komplett selbst bestimmen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie sich Ihr eigenes zu Hause im Internet aufbauen, hilft Ihnen mein HTML5-Buch aus dem Herdt Verlag für Bildungsmedien:

HTML5 – Grundlagen der Erstellung von Webseiten

Gedruckt (gut zum Durchlesen): http://www.herdt.de/artikel/HTML5/HTML5/#description

Digital (gut zum nachschlagen): http://herdt-digital.de/product/HTML5

Rezension: The CSS3 Anthology: Take Your Sites to New Heights

Das Buch ist leicht verständlich. Technisch sind mir keine größeren Fehler aufgefallen.

Allerdings gibt es doch viele Dinge, deretwegen ich das Buch nicht selber nutzen oder gar für den Unterricht verwenden würde. Dazu gehören Kleinigkeiten, wie die gedankenlose Bemerkung, dass inline-styles die einfachste Methode sind, Formatierungsanweisungen anzuwenden. Das klingt gerade für Anfänger verlockend und scheint daher das Mittel der Wahl. inline-styles gelten aber zu recht als schlechter Stil und sie führen (wie von der Autorin später selber dargelegt) die Vorteile von CSS ad absurdum. Die einzige sinnvolle Anwendung von CSS geschieht in einer zentralen Datei. Wie gesagt, das wird dann später noch dargelegt, aber ich kenne es aus eigener Erfahrung, dass ich, wenn ich mich in ein Thema einarbeite, gerne erst einmal die Methode ausprobiere, die als „am einfachsten“ bezeichnet wird. Das führt dann dazu, dass man die Methode die „am besten“ ist, später nochmal lernen muss. Unnötiger Aufwand und daher didaktisch unklug solche Sätze zu verwenden. Wie gesagt, das mag kleinlich erscheinen. Aber es zieht sich durch das Buch. So wird behauptet, dass feste Layouts auf einem Desktop-Computer mit großem Bildschirm gut zu nutzen sind. Gerade das von der Autorin verwendete Beispiel mit absoluten Positionen, in Pixeln angegebenen Breiten und relativen Schriftgrößen kann sehr schnell zu Problemen führen, da lange Worte nicht in die vorgegebenen Boxen passen werden, wenn ein Besucher die Schriften im Browser vergrößert. Die Verwendung des Seitenzooms wird zudem dazu führen, dass das Layout schnell aus dem Browserfenster wächst.
Schon die nächste Kapitelüberschrift „How do I create a design that works well on mobile devices“ unterstellt, dass ein herkömmliches (nicht responsives) Layout auf mobilen Geräten nicht funktioniert. Tatsächlich ist die Desktop-Version einer ordentlich gemachten Webseite aber mein persönlicher Favorit auf iPhone, iPad und Co. – Diese Geräte bieten mir auf ihren vergleichsweise kleinen Geräten einen schnellen Überblick über die gesamte Website. Ein „Doppeltipp“ auf eine Spalte vergrößert diese bildschirmfüllend und alle Elemente sind an den Stellen, an denen ich sie vom großen Computer her gewöhnt bin: Suche oben rechts, Navigation links usw. Der Überblick ist besonders hilfreich auf Webseiten, die sich nicht an solche Konventionen halten.
Herkömmlich gestaltete Seiten sind also durchaus auf mobilen Geräten nutzbar und ich bin nicht der einzige, der diese Darstellung bevorzugt. Deswegen sollte es auf Seiten, die sich auf kleinen Displays automatisch anders verhalten, wenigstens ein Link zur „normalen Version“ vorhanden sein. Aber so ein Link wird weder umgesetzt, noch wird auf diese ganze Diskussion überhaupt eingegangen.
Vielmehr wird der von der Autorin bevorzugte Weg hier und an anderer Stelle als beste oder gar einzige Methode dargestellt – was sicher gut gemeint war, kostet hier die Lernenden unter Umständen unnötig Zeit.
So wird responsives Design als die beste Methode genannt, um Bildschirme mit unterschiedlicher Breite zu berücksichtigen. Unterschiedliche Wünsche von Nutzern, wie oben beschrieben werden nicht behandelt.
Außerdem werden einige gerätespezifische Dinge hinzugefügt. Diese sind zwar sinnvoll, aber meiner Meinung nach nicht komplett. Ich vermisse hier Hinweise auf fertige Sets, wie die HTML5boilerplate.com – die Zeiten sind längst vorbei, in denen jeder Entwickler für sich einen Satz von Formaten schreiben musste, die der Harmonisierung von Browserunterschieden dienen. Auch hier wird wieder fahrlässig mit der Zeit der Käufer umgegangen.

Zudem wird mir nicht klar, für wen das Buch sein soll. Für Anfänger ist das Buch aufgrund der einseitigen Sichtweise nicht empfehlenswert. Für Fortgeschrittene sind Beispiele und Erläuterungen zu banal.

Fazit:
Die eigene, subjektive Meinung der Autorin, wird häufig als „die beste“ dargestellt. Gerade der Anfänger kann die Vorteile und Nachteile der aufgezeigten Lösungen nicht bewerten und erhält an vielen Stellen auch keine Entscheidungshilfe. Beispiele, wie man es nicht machen sollte (Breitenangaben in Pixeln, absolute Positionierung), führen den Leser in eine falsche Richtung. Formulierungen wie „am einfachsten ist…“ verführen dazu schlechtere Lösungen zu bevorzugen.
Außerdem bleibt das Buch oft hinter den Möglichkeiten der aktuellen Browser zurück. Was als Vorteil verkauft wird (funktioniert auch in alten Browsern), betrifft gerade Leute, die erst mit CSS3 beginnen kaum noch. Schon mit dem IE8 ist mehr möglich, als die Autorin zeigt (z. B. einfach umzusetzende Spalten-Layouts mit CSS-Tabellen).
Die Beispiele sind oft veraltet, statt aktueller HTML-Elemente werden divs benutzt, denen dann nicht einmal ein role-Attribut mitgegeben wird. Das ist richtig schlecht. Mit den semantisch korrekten Elementen (nav, article, aside usw) würden auch die für z. B. blinde Nutzer so wichtigen WAI-ARIA-Landmarks mitgeliefert – ohne im Detail erklären zu müssen, was die machen, ohne dass der Anfänger das überhaupt wissen muss (in ein HTML5-Buch würde das natürlich rein gehören).

Hinweis:
Diese Rezension beruht lediglich auf dem Überfliegen der auf Amazon.de bereitgestellten Vorschau. Es ist durchaus möglich, dass andere Kapitel sinnvollere Beispiele, bessere Erläuterungen oder aber auch noch mehr Ungenauigkeiten/Probleme/Fehler enthalten.

 

Wer sich selber ein Bild machen möchte, findet das Buch bei amazon beispielsweise.

Autor für HTML5-Lehrbuch gesucht

für einen renommierten Lehrbuchverlag suche ich einen Autor, der HTML5 inklusive API, JavaScript-Script-Beispiele, Canvas, Offline-Features usw wortgewandt vermitteln kann.

Zur Abgrenzung: die semantischen Elemente werden in einem zweiten Buch erläutert, das vor kurzem erschienen ist.

Wer Komplexes leicht verständlich erklären kann und in HTML5 und JavaScript/AJAX fit genug ist, ein Fortgeschrittenen-Buch zu schreiben, kann mir bei Interesse einfach mailen.

Der Autor ist längst gefunden – darum bitte nicht weiter teilen! ;-)

8. Bonner Buchmesse Migration

Nachdem dieses Blog recht einseitig Beiträge aus dem Bereich Web behandelt, nun endlich mal etwas zum Thema Literatur. Schließlich lautet der Untertitel von haunschild.de „Wort und Web“.
Auch in diesem Jahr bin ich wieder als Juror für den Literaturwettbewerb der Buchmesse tätig. Eine tolle Aufgabe, der ich mit Stolz und Freude nachkomme.
Die Gewinner des Wettbewerbes „Angekommen“ werden im Laufe der Buchmesse bekannt gegeben. Aber natürlich gibt es noch sehr viel mehr zu sehen. Das Programm ist bunter und vielfältiger denn je.
Gemeinsam mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. laden vom 24.-27. November der Evangelische Kirchenkreis Bonn und die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA)/Integrationsagentur zur 8. „Bonner Buchmesse Migration“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein. Die Fachbuchmesse öffnet ihre Tore unter dem Motto: „50 Jahre Migration in der BRD –
Arbeiten und Leben in Vielfalt“. Zu dieser Buchmesse ist der Literaturwettbewerb „ANGEKOMMEN“ ausgeschrieben, der besonders Menschen mit Migrationserfahrung die Möglichkeit geben soll, ihre Erlebnisse, Erfahrungen, Zukunftsvisionen und Fiktionen literarisch zu bearbeiten und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Das komplette Programm und alles weitere über das spannende Projekt finden Sie unter www.bonner-buchmesse-Migration.de
Viel Spaß – ich hoffe, wir sehen uns!